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Wie du siehst, ist deine Zeit viel zu rar

Phil Cuijpers ist angezogen vom Glanz und der dunklen Stärke seiner neuen Sängerin: Ela hat ihn und ihren Bruder Tom aus Amsterdam gerufen, um Konzerte mit den Stereos zu spielen – im Norden Deutschlands und den Niederlanden. Sie ist trotz ihres jungen Alters (27) schwer erkrankt und ordnet alles ihren neuen Songs, dem Ziel eines Plattenvertrages unter. Im Studio droht ihre Krankheit bei den entscheidenden Aufnahmen zu siegen, nachdem die Band die Instrumente bereits aufgenommen hat und nur ihre Gesangsspur fehlt: Ihre Stimme friert ein, Ela ist außerstande, den Gesang passend zu intonieren. Doch Phil glaubt einen Ausweg zu finden, indem er Ela den Takt auf den Körper schlägt.

Anschließend bringt er die völlig erschöpfte Ela für einige Tage nach Amsterdam, zeigt ihr die Orte, an denen er und Tom einige Zeit gelebt und Musik gemacht haben. Auch besuchen sie das Haus in der Brouwersgracht 52, dessen Inschrift die Idee für den Song „Niemals perfekt“ geliefert hat. Doch die kurze Zeit der Unbeschwertheit in Amsterdam währt nicht lange.

Um alles aus sich herauszuholen, kombiniert Ela ihre Medikamente mit Drogen und beschleunigt den Verfall ihres Körpers. Weder Elas Bruder Tom noch ihr Vater – der die Stereos, ihre Aufnahmen und Tourneen finanziert – können ihre Selbstzerstörung verhindern. Sie singt über ihre schwindende Zeit, über Sinn und Wahnsinn der Perfektion und die Frage, ob es eine gütige Hand im Himmel gibt. Die Veröffentlichung ihrer Lieder wird Ela zur fixen Idee. Selbst der Tod ihres Vaters kann die Eigendynamik der Stereos nicht stoppen.

Nachts vor einem Konzert in Tilburg wirkt Ela verändert. Nach wochenlangem Ecstasy-Konsum spricht sie von einer Lösung, die sich ihr offenbare. Sie bittet Phil, mit auf die nächtliche, leere Bühne zu gehen. Ihre Augen leuchten, während Phil sie umarmt und beide ohne Publikum in eine Welt entschwinden, in der alle Versprechungen erfüllt sind.